Das Quartier Gartenstraße in Bonn-Beuel wird durch sechs Gebäude neu geordnet, während gleichzeitig der parkähnliche Charakter erhalten bleibt.
Die städtebauliche Gesamtfigur des Wohnquartiers erhält einen identitätsstiftenden Charakter, der sich durch seine aufgelockerte Struktur gut in das umgebende Stadtbild einfügt.
Strukturell greifen in Nord-Süd-Richtung gesetzte Baukörper die parallel zum Rhein verlaufende Morphologie Beuels auf. Diese Ausrichtung begünstigt zudem die Lagen der vorgegebenen modularen Gebäude für den öffentlich geförderten Wohnungsbau. Kompakte freistehende Baukörper umfassen den Großteil des freifinanzierten Wohnungsbaus. Zu bestehenden Nachbarbebauungen schaffen an allen drei Straßenseiten ausreichender Abstand und zurückspringende Nichtvollgeschosse verträgliche Übergänge.
In ihrer Körnung und Ausrichtung nehmen die Neubauten die städtebauliche Struktur der Umgebung auf und fügen sich dadurch gut ein. Sie reagieren spürbar auf den bestehenden parkartigen Garten mit seinem schönen Gehölzbestand. Fast spielerisch entstehen qualitätsvolle Freiräume, die sowohl private als halböffentliche Orte der Begegnung schaffen und dennoch die Architektur großzügig und frei umfließen. Die flexible, doch nicht beliebige städtebauliche Setzung der Baukörper bietet zudem ausreichend Abstand zu fast allen zu erhaltenden Bestandsbäumen.
Aus allen Lagen schaffen Raum-, Wege- und Sichtverbindungen Vernetzungen mit der Nachbarschaft. Ein entréeartiger Auftakt an der Gartenstraße lädt in das Quartier ein, ohne öffentlichen Charakter zu vermitteln. Als dezentes Pendant öffnet sich ein kleines Plätzchen am östlichen Ende des Nonnenpfades.
Das Quartiersinnere wird als autofreier Landschaftsraum entwickelt. Ein feinmaschiges Wegenetz verbindet die Hauseingänge, Aufenthaltsbereiche und angrenzenden Stadträume auf kurzen und intuitiven Wegen. Im Zentrum entsteht unter den Bestandsgehölzen eine parkartige Quartiersmitte mit unterschiedlichen räumlichen Atmosphären. Angrenzend finden sich offene Wiesen- und Aufenthaltsflächen, die von locker angeordneten Baumgruppen gefasst werden und Raum für nachbarschaftliche Begegnung und Erholung bieten. Gemeinschaftlich nutzbare Gartenbereiche ergänzen das Angebot und fördern die Aneignung des Freiraums durch die Bewohnerinnen und Bewohner.